So kaufen Sie ein Auto sicher über das Internet
In dieser Rubrik: 6 Artikel
Beim Blick in die Statistik muss man zugeben, dass beim Autokauf über Internetportale Betrugs- und Fälschungsfälle häufiger geworden sind. Viele potenzielle Kunden von Online-Händlern fragen sich: Ist der Autokauf über das Internet wirklich so gefährlich, und worin besteht der Betrug? Das ganze Schema der Betrüger beruht auf einfachen menschlichen Schwächen.
Die verbreitetste Betrugsart. Zunächst stellen die Betrüger billige Autos zu einem zu niedrigen Preis in Internetportale ein. Als Besitzer dieser Autos tritt eine anonyme Privatperson auf, deren Telefon ständig besetzt ist, auf Ihre Anrufversuche nicht antwortet oder gar nicht existiert. Die erfolglosen Versuche, den Verkäufer telefonisch zu erreichen, bringen den Käufer dazu, ihm eine E-Mail zu schreiben. Und da kommt unerwartet, und zwar sehr schnell, die Antwort auf Ihre Nachricht. Ihr Kern: Sie sollen das Auto an ein Vermittlungsunternehmen bezahlen, in dessen Lager es sich gerade befindet, und nachdem Sie alle Parameter des Autos geprüft haben, überweise das Vermittlungsunternehmen das Geld an den Verkäufer. Es endet damit, dass Sie nach der Überweisung weder das Auto noch die Firma zu sehen bekommen.
Ein anderes verbreitetes Betrugsschema. Der Anfang ist derselbe wie im ersten Fall, der Preis des Autos liegt weit unter dem tatsächlichen Marktwert. Das Telefon des Verkäufers antwortet nicht, und Sie schicken eine E-Mail. Der Text der Nachricht ist praktisch der gleiche, unterscheidet sich aber in einigen Details. Darin ist von einem sicheren Geschäft die Rede, doch die Bezahlung des Autos sollen Sie per Western Union überweisen, nachdem Sie den Kaufvertrag zuvor per E-Mail abgeschlossen haben. Um ganz überzeugend zu wirken, bitten die Betrüger Sie sogar, ihnen nach der Lieferung des Autos einen Geheimcode zu nennen. Aber das ist alles gelogen. Einen Geheimcode gibt es nicht, und für eine Überweisung über Western Union muss man dem Empfänger nur die Daten des Absenders nennen, die er sich ganz in Ruhe aus dem Kaufvertrag nehmen kann. Dieser Code, von dem die Betrüger sprechen, wird für die Banküberweisung gebraucht, und der findige Verkäufer erhält mit einem gefälschten Dokument schnell das Geld und verschwindet.
Anfang 2008 kam eine weitere neue Betrugsmasche auf. Die Täter nutzen die beliebte Website mobile.de, auf der sie eine Firma mit Kontaktdaten registrieren oder eine bereits früher registrierte Firma für den Autoverkauf zu niedrigen Preisen aufkaufen.
Solche Betrugsarten können selbst professionelle Käufer verwirren. Die wichtigste Regel, um den Betrügern nicht auf den Leim zu gehen: Kaufen Sie nie ein Auto, das zwei- bis dreimal billiger ist als der Marktwert, und zahlen Sie nie im Voraus.