Verkauf von beschlagnahmten Autos durch ukrainische Banken
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Beschlagnahmte Autos kommen auf den Markt, wenn jemand einen Bankkredit aufgenommen hat und ihn aus irgendeinem Grund nicht mehr bedienen kann. Größere Kredite werden in der Regel gegen eine Sicherheit vergeben, die dem Kreditnehmer gehört. Am häufigsten ist das ein Auto, das dann in den Besitz der Bank übergeht und mit seinem Wert den offenen Kredit ausgleicht. Die Bank begrüßt es natürlich, wenn der Kreditnehmer sein Eigentum freiwillig herausgibt. Kämpft er dagegen bis zuletzt um sein Auto, zieht die Bank vor Gericht, und nach langem Streit landet der Wagen am Ende doch bei ihr.
Die Bank hat keine Verwendung für die beschlagnahmten Autos, sie will sie möglichst gewinnbringend verkaufen. Um die Fahrzeuge schnell loszuwerden, bietet sie sie zu einem reduzierten Preis an und stellt Anzeigen auf ihrer Website ein. Sehr oft werden die Autos außerdem versteigert. Für die Bank ist das der günstigere Weg, weil sich bei einer Auktion ein besserer Preis erzielen lässt. Nach dem Gesetz muss der Preis eines Sicherungsfahrzeugs unter Beteiligung eines Gerichtsvollziehers und eines unabhängigen Gutachters festgelegt werden.
Mit dem Verkauf beschlagnahmter Autos befassen sich in der Regel Handelsunternehmen, die das Recht zur Durchführung von Fahrzeugauktionen erhalten haben. Wer an einer solchen Auktion teilnehmen will, muss sich genau an alle ihre Regeln halten. Die Teilnehmer werden vorab registriert, spätestens einen Tag vor Beginn. Außerdem muss jeder Teilnehmer eine Sicherheitsleistung und eine Registrierungsgebühr zahlen, sonst wird er zur Versteigerung nicht zugelassen.
Damit eine Fahrzeugauktion überhaupt stattfinden kann, sind mindestens drei Teilnehmer erforderlich. Mitbieten darf jede Privatperson und jede Organisation. Die Auktion läuft wie jede andere: Das Auto bekommt, wer das höchste Gebot abgibt. Die Preise für beschlagnahmte Autos steigen beim Bieten in der Regel um nicht mehr als 15 %, auch wenn es Ausnahmen gibt. Die Sicherheitsleistung übersteigt üblicherweise 10 % des ausgerufenen Startpreises nicht.
Ging der Zuschlag an jemand anderen, wird dieser Betrag zurückgezahlt. Hat ein Teilnehmer die Gebühr dagegen entrichtet und zieht sich dann aus irgendeinem Grund zurück, bekommt er sein Geld nicht wieder. Experten zufolge lassen sich beschlagnahmte Autos auf einer Auktion deutlich unter ihrem tatsächlichen Wert erwerben, die Rede ist von Preisen, die 30 % unter dem Markt liegen.
Der Kauf eines beschlagnahmten Autos auf einer Auktion wird als Weg zum „vierrädrigen Freund“ immer beliebter. Trotzdem scheuen noch viele Menschen davor zurück. Ihrer Meinung nach könnte der frühere Eigentümer die Rechtmäßigkeit des Kaufs anfechten. Viele Juristen halten das jedoch für so gut wie ausgeschlossen, denn auf die Auktion gelangen nur Fahrzeuge, die den früheren Besitzern bereits durch Gerichtsbeschluss entzogen wurden.