3D-Radwuchten
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Eine junge Neuerung im Angebot für Autofahrer ist das 3D-Wuchten von Rädern, das bei möglichen Kunden sofort Aufmerksamkeit erregt hat. Jeder Autobesitzer hatte schon einmal mit dem Problem des Radwuchtens zu tun. In vielen Teilen Europas lässt der Zustand der Straßen zu wünschen übrig, deshalb gehört der Radwechsel zweimal im Jahr zum Betrieb eines Autos einfach dazu. Wer sein Auto wirklich schätzt, sollte den Besuch in der Reifenwerkstatt fest in seinen Terminkalender aufnehmen. Fachleute sagen: Das 3D-Wuchten sorgt für eine sichere und stabile Fahrt auf der Straße.
Wie läuft das 3D-Wuchten von Rädern ab?
Zuerst wird auf einer Maschine, etwa von Hofmann, die Felge einzeln per Laser abgetastet – darin besteht die 3D-Technologie –, danach das komplette Rad. Die Felge wird auf die Maschine gesetzt, mit drei Lasern entsteht ein Computermodell der Felge. Auf Grundlage dieses Modells werden der Rund- und der Planlauf der Felge bestimmt, um den ersten Schritt des Wuchtens auszuführen. Überschreitet der Schlag (die Unwucht) der Felge die zulässigen Werte, geht sie sofort in den Bereich, in dem die Reparatur von Leichtmetallfelgen stattfindet, damit geprüft wird, ob sich die Geometrie der Felge wiederherstellen lässt.
Ist das Abtasten abgeschlossen und mit der Felge alles in Ordnung, wird sie von der Maschine genommen und zur nächsten gebracht, zur Reifenmontage. Bei Niederquerschnittsreifen und Runflat-Reifen kommt zusätzlich die sogenannte „dritte Hand“ zum Einsatz, ein Manipulator, mit dem sich die elastische Seitenwand des Reifens andrücken lässt. Auf der Innenseite der Maschine sitzt ein Druckluftbehälter für den „Knallstoß“, der nötig ist, wenn sich die Reifenwülste nicht über die Humps der Felge setzen lassen.
Ist das Rad komplett montiert, kommt es auf den Wuchtstand, wo die geometrischen Parameter von Felge und Rad per Laser erfasst werden. Dabei berechnet der Prozessor, wie Reifen und Felge zueinander zu stellen sind, damit sich die Schläge von Felge und Reifen möglichst wirksam ausgleichen. Hat der Computer die Analyse beendet, setzt der Monteur eine Markierung auf den Reifen, bezogen auf einen Referenzpunkt, und gibt das Rad erneut an die Montagemaschine. Während der Arbeit sieht der Monteur auf dem Bildschirm nicht nur die Zahlenwerte des Schlags, sondern auch die Maxima und Minima, die in der Schlagkurve markiert sind. Dank dieser Ausrüstung lassen sich die Markierungen sehr genau zur Lage von Reifen und Felge platzieren.
Nach alldem wird die Luft aus dem Reifen gelassen, und der Monteur bringt die zuvor markierten Punkte auf Felge und Reifen zur Deckung. Der Reifen wird wieder aufgepumpt und geht in den letzten Schritt des Wuchtens. Damit sich der Reifen leichter bewegen lässt, empfiehlt es sich, die Auflagefläche zur Felge mit Montagepaste einzustreichen. Fahren Sie nicht gleich los, nachdem das fertige Rad am Auto montiert ist. Lassen Sie das Rad gut trocknen. Damit Sie lange Freude an den neu zusammengestellten Rädern haben, fahren Sie nach der Montage noch einen Tag lang ruhig.
Ist das Rad fertig zusammengebaut, durchläuft es den abschließenden Wuchtvorgang. Wegen des großen Umfangs des Programms stehen mehrere Arten zur Wahl, die Gewichte zu befestigen. Der Monteur kann sie nicht nur auf der Vorderseite anbringen, sondern auch hinter den Speichen der Felge, was aus ästhetischen Gründen deutlich besser aussieht.
Eine zusätzliche Eigenschaft des 3D-Wuchtens ist die „Optimierung der Radpositionen am Fahrzeug“. Dabei ist zu berücksichtigen, für welche Achsen Räder mit laufrichtungsgebundenem Profil geeignet sind und für welche Seiten Räder mit asymmetrischem Profil ohne Laufrichtung. Dieses Verfahren dient dazu, die verbleibenden Schläge der Räder auszugleichen. Wenn Sie jeden Schritt des Wuchtprogramms einhalten, erreichen Sie ein Höchstmaß an Fahrruhe, und die Fahrwerksteile werden nicht unnötig belastet. Außerdem sollten Sie bedenken, dass die Parameter der Felge (Lochkreis, Einpresstiefe, Durchmesser der Zentrierbohrung usw.) genau den Vorgaben des Fahrzeugherstellers (und zwar für genau dieses Modell) entsprechen müssen, sonst lässt sich die Fahrsicherheit nicht gewährleisten.