Die Geschichte von ACEA
Ein bisschen Geschichte: Zuerst kam die CCMC-Klassifikation
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Bekanntlich sind Europa und die USA nach ihrer Größe die unbestrittenen Spitzenreiter auf dem Automobilmarkt. Das war schon immer so. Und zu allen Zeiten hatten die Autos, die für diese beiden Märkte gebaut wurden, spezifische Unterschiede/Besonderheiten, an denen man ein für den amerikanischen Markt gebautes Auto stets von einem gleichen, aber für Europa gebauten unterscheiden konnte. Und das liegt nicht nur an den Kennzeichenhaltern, die in den USA und in den europäischen Ländern verschieden groß sind, und nicht einmal an den Tachos und Kilometerzählern, die in den USA Meilen zählen und in Europa Kilometer.
Der Unterschied war schon immer tiefer: Man berücksichtigte die gesetzlichen Normen zu den Verkehrsregeln; so unterscheiden sich in den USA die Anforderungen an die Beleuchtungseinrichtungen des Fahrzeugs von den europäischen. Außerdem ist die Mentalität in den USA etwas anders, was die Ausstattungspolitik für die dorthin gelieferten Autos erheblich beeinflusst.
Von einem bestimmten Zeitpunkt an unterschieden sich in den USA und Europa auch die gesetzlichen Anforderungen an die Umweltverträglichkeit von Fahrzeugen deutlich, was unter anderem auch unterschiedliche Ansätze bei der Konstruktion der Motoren erforderte. Und unterschiedliche Konstruktionen und/oder bei der Herstellung verwendete Werkstoffe bedeuten eindeutig unterschiedliche Anforderungen an die chemische Zusammensetzung und die Qualität des Motoröls.
Aus genau diesem Grund genügten die Qualitätsnormen der rein amerikanischen Organisation API auf einer bestimmten Stufe den europäischen Fahrzeugherstellern nicht mehr, und sie schlossen sich zum Komitee der Automobilkonstrukteure des Gemeinsamen Marktes, CCMC, zusammen (Committee of Common Market Automobile Constructors, 1972). Schon 1975 veröffentlichte dieses Komitee seine ersten Qualitätsanforderungen an Motoröle für Autos, die auf den europäischen Märkten verkauft werden.