Schritt zwei: Und was war vorher drin?

In dieser Rubrik: 10 Artikel
  1. Motoröl in 7 Schritten auswählen
  2. Statt eines Vorworts
  3. Wie fängt es meistens an?
  4. Schritt eins: Herstellerempfehlungen klären
  5. Schritt zwei: Und was war vorher drin?
  6. Schritt drei: Die aktuelle Lage analysieren
  7. Schritt vier: Marktanalyse
  8. Schritt fünf: Ölart und Viskosität wählen
  9. Schritt sechs: Das Öl auswählen
  10. Schritt sieben: Öl kaufen

Nun gilt es zu beurteilen, ob die bisherige Ölwahl gelungen war, also wie passend und hochwertig das Motoröl ist, das im Motor steckt. Haben Sie den Wagen gerade erst gekauft, müssen Sie den Vorbesitzer fragen und dabei wirklich alle Angaben zum Öl notieren (genaue Marke und Hersteller). Wenn sich der frühere Besitzer nicht erinnert oder Ihnen diese Angaben nicht geben will, ist das nicht tragisch, bedeutet aber zusätzliche Kosten für Sie (warum, steht im Artikel über die Motorspülung).

Wurde der letzte Ölwechsel in Ihrem Beisein durchgeführt, müssen Sie wirklich alle Angaben auf dem Etikett heraussuchen. Haben Sie jedenfalls keine Informationen über das tatsächlich eingefüllte Öl, gehen Sie gleich zu Schritt vier über.

Ein wichtiger Parameter für unsere weitere Suche ist außerdem der Ölverbrauch (durch Verbrennung). Allein schon deshalb, weil Motoröl im Motor arbeitet, kann der Ölverbrauch per Definition nicht null sein. Eine gewisse Menge Öl verbrennt in jedem Fall, die Frage ist nur, wie viel. Für jeden Motor legt der Hersteller eine durchschnittliche Verbrauchsnorm fest, was aber nicht heißt, dass Ihr Ölverbrauch nicht höher oder niedriger sein kann als diese Norm. Mehr dazu im Artikel über den Ölverbrauch im Motor.

In dieser Phase müssen wir nur klären, ob der aktuelle Ölverbrauch die Herstellernorm übersteigt und, wenn ja, um wie viel. Die Verbrauchsnorm erfahren Sie am besten bei der offiziellen Vertragswerkstatt Ihrer Fahrzeugmarke (falls sie nicht in der Betriebsanleitung steht).