12 Kriterien für die Wahl einer Fahrschule

In dieser Rubrik: 5 Artikel
  1. Wie erkennt man die Qualität von Benzin?
  2. 10 Regeln fürs Fahren im Winter
  3. Wie wählt man eine Fahrschule aus?
  4. 12 Kriterien für die Wahl einer Fahrschule
  5. 10 Tipps zum Senken des Kraftstoffverbrauchs

Was gehört zu einer guten Fahrschule? Bevor Sie sich endgültig für eine Fahrschule entscheiden, sollten Sie sie unbedingt besuchen. Am besten tun Sie das zu den Geschäftszeiten, also dann, wenn der Unterricht läuft. Hier sind die Kriterien, auf die Sie zuerst achten sollten. Gleich vorweg: „Näher an zu Hause oder Arbeit“ und „billiger“ gehören nicht dazu.

  1. Die Lizenz. Wenn mit den Papieren alles in Ordnung ist, wartet eine seriöse Fahrschule normalerweise nicht, bis ein möglicher Kunde nach der Lizenz fragt – eine Kopie hängt gut sichtbar in einem für Besucher zugänglichen Raum. Stimmen die Angaben in der Lizenz mit dem Schild und der Adresse überein, an der Sie sich befinden, ist der erste Test bestanden, und Sie können Ihre Besichtigung fortsetzen.
  2. Die Dokumente, die die Fahrschule ausstellt. Nach Abschluss der legalen Ausbildung muss eine zu dieser Tätigkeit zugelassene Fahrschule eine Bescheinigung über den Kursabschluss sowie eine Fahrerkarte mit Foto und Personalien ausstellen. Wird Ihnen von einem „internationalen Zertifikat“ erzählt, haben Sie es höchstwahrscheinlich mit halblegalen Kursen zu tun, die künftige Fahrer als externe Kandidaten auf die staatlichen Prüfungen vorbereiten. Von solchen Anbietern lassen Sie besser die Finger – Wissen und Fertigkeiten erwerben Sie dort aller Wahrscheinlichkeit nach nicht.
  3. Die Menschen (Fachleute). Versuchen Sie, direkt mit dem Lehrer der Fahrschule zu sprechen (ein paar Fragen zu stellen), und auch mit den Fahrlehrern. Dann merken Sie schnell, ob zwischen Ihnen und diesen Menschen ein guter Draht möglich ist oder nicht. Ohne guten Draht ist keine Ausbildung wirksam. Sprechen Sie auch mit den Fahrschülern – finden Sie heraus, ob sie mit dem Unterricht zufrieden sind.
  4. Die Unterrichtsräume. Scheuen Sie nicht den Blick in die Klassenzimmer – schon an Atmosphäre, Fläche und Ausstattung erkennt man in der Regel sofort, ob man dort etwas Vernünftiges lernen kann oder nicht. Hochmoderne Fahrsimulatoren und Computer sind nicht zwingend, aber Lehrmaterial und Anschauungsmittel sollten mindestens vorhanden sein.
  5. Die Größe der Lerngruppen. Eine Gruppe von mehr als 20 Personen kann man praktisch nichts lehren – das sagen Pädagogen. Erkundigen Sie sich also vorher, wie viele Teilnehmer diese Fahrschule pro Gruppe aufnimmt. Und vergewissern Sie sich, dass die Fläche der Unterrichtsräume zu dieser Zahl passt.
  6. Der Lehrplan. In einer ordentlichen Fahrschule lernt man viel. Zugegeben, den Aufbau des Autos in dem Umfang, wie ihn schon die sowjetischen Fahrschulen vermittelten, braucht der durchschnittliche Autofahrer heute praktisch nicht mehr. Aber das Wissen um die Funktionsweise der wichtigsten Baugruppen und Aggregate hilft eindeutig, das Auto richtig zu betreiben, und spart später eine Menge Geld für unnötige Werkstattbesuche. Die Regeln der Ersten Hilfe, genauer gesagt ihre Kenntnis, können künftig jemandem das Leben retten oder zumindest die Folgen einer Verletzung deutlich lindern. In jedem Fall bringt das bloße „Eintrichtern“ der Prüfungsfragen (wie es in billigen Fahrschulen oft vorkommt) rein gar nichts – solches Wissen hat außer dem Bestehen der Prüfung selbst keinerlei praktischen Nutzen.
  7. Der Zeitplan (Unterrichtszeiten). Sie müssen davon ausgehen, dass Sie jeden Unterricht besuchen müssen, und in einer guten Fahrschule ist das keine Last, weil der Unterricht wirklich interessant ist. Vergewissern Sie sich daher, dass der Stundenplan der Fahrschule zum Tagesablauf und Zeitplan dessen passt, der dort lernen will. Viele Fahrschulen unterrichten abends und am Wochenende, Sie müssen also keineswegs Ihren Job (Ihr Studium) für die Ausbildung aufgeben.
  8. Die Zahl der Fahrstunden mit dem Fahrlehrer. Was man Ihnen auch erzählt: Das Mindestmaß des praktischen Fahrkurses für jemanden, der anfangs keinerlei Fahrerfahrung hat, sollte 35–40 Stunden betragen. Sind im Grundpaket weniger Stunden enthalten, fragen Sie nach, was jede weitere Stunde mit dem Fahrlehrer über die festgelegte Norm hinaus kostet, und rechnen Sie die fehlenden Stunden ruhig in die Gesamtkosten der Ausbildung ein.
  9. Zeitplan und Strecken der Fahrstunden. Kann der Fahrlehrer Sie zu einer Zeit, die Ihnen passt, zu Hause (an der Arbeit) abholen? Sind die Strecken, auf denen die Fahrstunden stattfinden, abwechslungsreich? Kennt der Fahrlehrer die Grundstrecken, auf denen später die staatlichen Prüfungen abgelegt werden, und werden diese Strecken in den Fahrstunden genutzt?
  10. Die Kosten für Ausbildung und Fahrstunden. Viele Fahrschulen nutzen Marketingtricks, um ihre Leistungen optisch „zu verbilligen“, etwa indem sie die Kosten für Benzin und manchmal auch für den Wertverlust des Fahrzeugs als eigene Position ausweisen, statt sie in den Grundpreis der Ausbildung einzurechnen. Fragen Sie deshalb gleich nach, welche Kosten außer der Grundausbildung und (bei Bedarf) zusätzlichen Fahrstunden vom Beginn der Ausbildung bis zum Erhalt des Führerscheins auf Sie zukommen.
  11. Der Fuhrpark der Fahrschule. Sie interessieren sich für Größe, Antrieb und Getriebe der Autos, mit denen die Fahrstunden stattfinden. Hat die Fahrschule passende Fahrzeuge für Sie (siehe unten), und können Sie das Auto für die Fahrstunden selbst wählen (oder werden die Autos unter den Fahrschülern etwa per Los verteilt)?
  12. Die staatlichen Prüfungen. Das ist ein sehr wichtiger Punkt: Sie müssen klären, wann die Verpflichtungen der Fahrschule Ihnen gegenüber enden und wie es weitergeht, falls Sie die Prüfung nicht gleich beim ersten Mal bestehen (das kommt leider vor). Eine gute Fahrschule lässt den Fahrschüler in der Regel nicht vor der Tür des Prüfungszentrums stehen und betrachtet ihn bis zum Erhalt des Führerscheins als ihren Kunden. Möglicherweise müssen Sie für die Vorbereitung auf die zweite Prüfung etwas zuzahlen, aber diese Möglichkeit sollten Sie haben.