Wie erkennt man die Qualität von Benzin?
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Die Frage nach der Benzinqualität beschäftigt ausnahmslos jeden Autobesitzer. Schließlich reagieren viele Motoren, besonders moderne, äußerst empfindlich auf die Kraftstoffqualität, und den Tankstellen vor Ort zu vertrauen, ist leider riskant. Die Folgen einer schlechten Tankfüllung kennen die meisten Autofahrer: Leistungsverlust, unrunder Motorlauf (vor allem im Leerlauf) und im schlimmsten Fall der komplette Ausfall der Kraftstoffanlage, nach dem es ohne Werkstattbesuch nicht mehr weitergeht. Zu beurteilen, wie gut ein bestimmter Kraftstoff den geforderten Normen entspricht, ist ziemlich schwierig. Gehen wir deshalb zunächst der Reihe nach die Eigenschaften eines guten Benzins durch.
Zuerst zur Farbe. Denken Sie daran: Kraftstoff ist eigentlich farblos oder höchstens leicht gelblich. Gefärbt war allenfalls verbleites Benzin: A-76 mit Tetraethylblei wurde nach der alten Norm gelb eingefärbt, damit man es nicht mit unverbleitem verwechselte.
Viele fragen sich, ob man die Benzinqualität selbst erkennen kann. Wir alle wissen: Wenn der Motor klopft und es ihm an Zug fehlt, war der Kraftstoff minderwertig. Bei modernen Autos (nicht nur in der Premiumklasse, das gilt zum Beispiel auch für den beliebten Hyundai Tucson) reagiert zudem das Steuergerät der Einspritzung sofort auf schlechten Kraftstoff. Der Fahrer sieht dann auf dem Armaturenbrett umgehend die Meldung „Check engine“. Um solche Folgen zu vermeiden, versuchen Sie anhand der folgenden Methoden herauszufinden, wie gut das Benzin den Qualitätsnormen entspricht.
1. Tränken Sie ein Blatt Papier mit etwas Benzin. Pusten Sie leicht darüber, damit die Flüssigkeit verdunstet, und beurteilen Sie das Ergebnis. Bleibt das Blatt schneeweiß, können Sie dem Kraftstoff vertrauen. Entsteht dagegen ein fettiger Fleck oder ein unerwünschter Farbton, kaufen Sie dieses Benzin besser nicht. Es enthält allerlei Beimengungen.
2. Den Harzgehalt des Kraftstoffs ermitteln Sie so: Zünden Sie einen Tropfen Benzin an, den Sie auf eine Glasplatte gesetzt haben. Sehen Sie kreisförmige weiße Flecken, sind entweder gar keine Harze enthalten oder nur wenige. Ist die Farbe dagegen braun oder gelb, seien Sie vorsichtig: Der Harzanteil ist dann ziemlich hoch und kann dem Motor erheblich schaden. Mit dieser Methode erkennen Sie außerdem, ob das Benzin andere Stoffe enthält. Bleiben zum Beispiel kleine Tröpfchen auf dem Glas zurück, ist dem Kraftstoff Dieselöl beigemischt.
Beachten Sie: Der zulässige Harzgehalt hängt von der Benzinsorte ab und liegt bei 7 bis 15 mg pro 100 ml. Bedenken Sie, dass sich bei doppelter Harzkonzentration der Verschleiß Ihres Motors um 20 % beschleunigt. Wir empfehlen daher dringend, die Wahl der Tankstelle ebenso ernst zu nehmen wie die Wahl des Motoröls.
3. Füllen Sie Benzin in ein durchsichtiges Gefäß und halten Sie es gegen das Licht. Im Durchlicht sollte ein gelblicher Schimmer zu sehen sein. Geben Sie dann einige Kristalle Kaliumpermanganat hinein und prüfen Sie die Farbe erneut. Färbt sich das Benzin rosa, enthält es Wasser.
4. Eine weitere Methode: Tragen Sie etwas Benzin auf die Haut auf. Guter Kraftstoff hinterlässt auf der Hand eine trockene Stelle. Bleibt ein fettiger Film zurück, können Sie sicher sein, dass Beimengungen enthalten sind.
5. Und die letzte, einfachste Prüfung: der Geruch. Riecht es nach Schwefel, enthält das Benzin sehr wahrscheinlich Schwefelwasserstoff, Naphthalin und andere unerwünschte Stoffe.
Das Wichtigste bei all diesen Versuchen: Seien Sie vorsichtig! Benzin und offenes Feuer sind eine gefährliche Kombination!