Wie verlängert man die Lebensdauer des Automatikgetriebes?
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Unter Autofahrern hält sich die irrige Vorstellung, ein Automatikgetriebe sei weniger zuverlässig und langlebig als ein Schaltgetriebe. Das stimmt nicht. Genauer gesagt, nicht ganz. Ein Automatikgetriebe stellt einfach höhere Ansprüche an Wartung und Einsatzbedingungen. Wird es richtig und rechtzeitig gewartet und auch richtig bedient, hält ein Automatikgetriebe nicht weniger lang als ein Schaltgetriebe, oft sogar länger.
Hier also einige wichtige Punkte, die Besitzer von Autos mit Automatikgetriebe verstehen und im Kopf behalten sollten:
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Der Kickdown ist nur für Extremsituationen da! Sie fahren schließlich keinen Sportwagen, oder? Dann machen Sie aus Ihrem Alltagsauto auch keinen. Wenn Sie im Herzen ein Straßenrennfahrer sind, ist ein Automatikgetriebe eindeutig nichts für Sie. Bei hohen Drehzahlen steigt die Öltemperatur im Getriebe, und die Lamellen verschleißen schneller. Und auch aus Sicherheitsgründen sollten Sie hinter dem Steuer keine abrupten Manöver fahren.
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Das Getriebeöl muss rechtzeitig gewechselt werden! Genau: Steht im Serviceheft 60 000 Kilometer oder zwei Jahre (je nachdem, was zuerst eintritt), dann machen Sie das auch so. Ein Automatikgetriebe reagiert äußerst empfindlich auf die Ölqualität, und mit der Zeit (und der Laufleistung) verliert das Öl seine Gebrauchseigenschaften erheblich. Eine Reparatur des Automatikgetriebes ist ein sehr teures Vergnügen.
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Keine Ersatzlösungen! Gibt es für Ihr Getriebe ein originales Getriebeöl des Autoherstellers, verwenden Sie ausschließlich dieses! Die bloße Bezeichnung ATF reicht in der Regel nicht aus: Getriebehersteller stellen an ihre Öle oft eigene zusätzliche Anforderungen, die über die Standardklassen wie DEXRON III hinausgehen.
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An Ampeln und im Stau sollten Sie das Getriebe auf keinen Fall in die Stellung „P“ oder „N“ schalten: Wenn Sie ein paar Minuten in „D“ stehen, sind Schaden und Verschleiß um ein Vielfaches (um das Zehnfache und mehr) geringer als durch das ständige Hin- und Herschalten.
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Im Winter muss das Automatikgetriebe unbedingt warmgefahren werden! Unabhängig von allem anderen (Marke, Modell, Art des Getriebeöls und so weiter): Starten Sie bei Frost den Wagen, legen Sie (ohne das Bremspedal loszulassen) für einige Minuten „D“ und dann für einige weitere Minuten „R“ ein. 4 bis 5 Minuten dieses Warmlaufens reichen bei -10 °C völlig aus.
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Die Handbremse gehört immer angezogen! Egal, ob Ihr Auto am Hang steht oder nicht: Für das Automatikgetriebe richtig und schonend ist es, den Motor nach folgendem Ablauf zu starten und abzustellen:
- Motor abstellen: Auto vollständig anhalten – (den Fuß auf dem Bremspedal lassen) Stellung „P“ – (die Bremse weiterhin gedrückt halten) Handbremse anziehen – Motor ausschalten
- Motor starten: Bremspedal treten – Motor anlassen – (die Bremse gedrückt halten) Stellung „D“ oder „R“ – Handbremse lösen – Bremse loslassen.