Wo und wie wechselt man das Öl am besten?

In dieser Rubrik: 8 Artikel
  1. Wo und wie wechselt man das Öl am besten?
  2. Kurz und bündig: Wo sollte man das Öl wechseln? ...
  3. Wo wechselt man das Öl?
  4. Wo wechselt man das Öl am besten?
  5. Ölwechsel: wo und wie am besten?
  6. Wo lässt man das Öl am besten wechseln?
  7. Wo lässt man das Autoöl am besten wechseln?
  8. Wohin mit dem Altöl?

Schon aus Sowjetzeiten erinnern sich Autofahrer (zumindest die älteren) an riesige Schlangen vor den Werkstätten, wo man sich einen Monat im Voraus anmelden musste, wenn nicht länger. Der Grund war vor allem, dass es im Verhältnis zur Zahl der Fahrzeuge zu wenige Werkstätten gab, und deshalb war der Ölwechsel in Eigenregie in der Garage (oder sogar einfach auf der Straße vor dem Haus) eher eine erzwungene Notwendigkeit als eine Möglichkeit, Zeit und/oder Geld zu sparen.

Heute hat sich die Lage grundlegend geändert: Es gibt jede Menge Stellen für den Motorölwechsel, und Warteschlangen gibt es dort praktisch nicht. Und auch der Preis für die Arbeit ist längst kein Grund zum Sparen. Also kein Problem, und das Thema ist nicht mehr aktuell? Ganz so ist es nicht.

Mit der Entwicklung der Servicestellen, an denen der Autofahrer das Motoröl wechseln lassen kann, ist die Auswahl deutlich größer geworden – und zwar nicht nur beim Ort, sondern auch bei der Art, wie das Öl gewechselt wird. Versuchen wir herauszufinden, welche Wahl am vernünftigsten ist.

Garage, Werkstatt oder Ölwechsel-Station?

Wenn bei einem Schiguli aus den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts mechanische Verunreinigungen im Öl (einfach gesagt: Staub und Schmutz) nicht ganz so schmerzhaft waren (geringe Motorlebensdauer, dazu niedrige Fertigungsgenauigkeit der Innenteile), so kann eine solche Verunreinigung für einen modernen Motor mit hohem Wirkungsgrad fatal sein. Denn der höhere Wirkungsgrad wird in der Regel durch kleinere Spiele und engere Toleranzen erreicht, und das bedeutet, dass jedes Sandkorn und jeder Span, der in den Motor gelangt, höchstwahrscheinlich zu schnellem Verschleiß der Reibflächen führt.

Deshalb lautet die wichtigste Regel bei der Wahl des Orts für den Ölwechsel: Dort muss es sauber sein und darf nicht ziehen. Von einem Ölwechsel im Freien und in zugigen Räumen ist dringend abzuraten – dann können Sie nicht verhindern, dass Fremdpartikel in den Öleinfüllstutzen gelangen.

Woran erkennt man, dass es in einer Werkstatt wirklich sauber ist? Für den Ölwechsel an den meisten Motoren braucht es keine besondere Profession, deshalb achten Sie vor allem auf die Sauberkeit des Arbeitsbereichs und die Ordnung beim Mechaniker. In einer guten Werkstatt:

  1. Der Boden ist sauber, man sieht, welche Farbe die Hebebühnen ab Werk hatten, auf den Werkbänken liegt keine Schicht aus Schmutz und Staub, und nach jedem Auto wird aufgeräumt.

  2. Nachdem das Auto auf die Hebebühne gefahren ist, wird das Tor der Box geschlossen, auch bei großer Hitze.

  3. Für jedes Auto nimmt der Mechaniker frische Lappen aus einer sauberen Verpackung und wischt vor dem Ablassen alles rund um den Einfüllstutzen und die Ablassöffnung ab.

  4. Der Motor wird vor dem Wechsel mit einer speziellen Abdeckung (oder wenigstens mit einem großen sauberen Tuch) abgedeckt.

  5. Die Kleidung des Mechanikers wird, wenn nicht täglich, dann wenigstens jeden zweiten Tag gewaschen.

Wenn sich das alles in der Garage nicht sicherstellen lässt, empfehle ich nicht, dort das Öl zu wechseln.

Und bei der Wahl zwischen Garage, Werkstatt und Schnellwechsel-Station (unter Berücksichtigung des oben Geschriebenen) entscheiden im Prinzip Sie. Am schnellsten geht es in der Ölwechsel-Station, am teuersten in der Werkstatt, doch dabei muss man verstehen, dass man in der Werkstatt auch das Fahrwerk prüfen lassen kann, und das kostet in der Regel nicht viel zusätzliche Zeit und Geld. Und die regelmäßige Kontrolle des Fahrwerks ist die Voraussetzung für sicheres Fahren. Längst nicht alle Schäden, die zu äußerst unangenehmen Folgen führen können, hören oder spüren Sie beim Fahren, besonders wenn Ihr Auto eine gute Geräuschdämmung hat.

Vakuum oder herkömmliches Ablassen?

Die Hauptvorteile des Vakuum-Ölwechsels sind die Schnelligkeit, dass man den Motorschutz nicht abbauen muss, und damit der niedrigere Preis der Leistung. Bei den meisten Motormodellen (besonders bei älteren Konstruktionen) bleibt beim Vakuumwechsel jedoch mehr Öl im Motor als beim Ablassen. Außerdem lassen sich mit dem Vakuum Ablagerungen und Schlamm auf den Wänden der Ölwanne nicht entfernen, die beim Ablassen mit dem Öl herauslaufen.

Das herkömmliche Ablassen hat noch einen weiteren Vorteil: Wenn die Hebebühne es erlaubt, kann man das Auto mehrmals in verschiedene Richtungen kippen, und im Motor bleibt nur sehr wenig Altöl zurück. Die Nachteile: mehr Zeit (und damit mehr Geld, wenn keine Fahrwerkskontrolle geplant ist) und mehr Schmutz: Man kann das Öl nicht so ablassen, dass kein einziger Tropfen auf den Boden oder die Kleidung des Mechanikers fällt, deshalb ist es in solchen Boxen meist schmutziger. Beim Vakuum ist es umgekehrt: Das Öl wird in einen geschlossenen Behälter abgesaugt, und im Arbeitsbereich ist es sauberer, aber weder den Unterboden noch das Fahrwerk, nicht einmal die Bremsbeläge bekommen Sie bei einem solchen Wechsel zu sehen.

Angesichts alles Gesagten ist es eine vernünftige Empfehlung, den Vakuumwechsel wenigstens abwechselnd mit dem herkömmlichen vorzunehmen und das Ablassen des Öls mit einer Sichtprüfung der Motorunterseite und einer Fahrwerksdiagnose zu verbinden.