Darf man HC-Öle verwenden?
Fazit: Darf man HC-Öle verwenden?
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Wir haben also geklärt, dass Hydrocracken schlicht eine Technologie ist. Genauer: eine von mehreren Technologien zur Herstellung von Grundöl, nicht mehr. Ja, HC-Öle unterscheiden sich in ihren Eigenschaften und ihrer chemischen Zusammensetzung sowohl von Mineralölen als auch von vollsynthetischen Ölen. Aber braucht der Autofahrer das alles?
Hier passt wohl das Leitmotiv dieser Seite: Motoröle gibt es nur in zwei Kategorien – geeignet und ungeeignet für Ihren Motor. Mehr nicht, andere Kategorien existieren schlicht nicht. Hat ein Motoröl also die passende Viskosität und ist nach den Qualitätsklassen und Freigaben getestet und zugelassen, die Ihr Fahrzeughersteller verlangt, dann kann man dieses Öl in diesem Motor ohne Weiteres verwenden, sofern es nicht gefälscht ist.
Die Information, wie genau das Grundöl hergestellt wurde, könnte dagegen einem sparsamen Autofahrer, etwa aus Westeuropa, nützen, um die optimale Länge des Wechselintervalls zu wählen, denn Lebensdauer und Oxidationsneigung sind bei vollsynthetischen, mineralischen und HC-Ölen verschieden.
Für die Bedingungen, unter denen Autos in der GUS gefahren werden, ist dieser Parameter bei Weitem nicht so wichtig: Auf staubigen Straßen und mit minderwertigem Kraftstoff verschmutzt das Motoröl deutlich schneller, als es oxidiert (also bevor seine Lebensdauer zu Ende ist), egal nach welcher Technologie das Grundöl hergestellt wurde. Wenn Sie also meinen Artikel darüber, wie oft man das Öl wechseln sollte gelesen haben und die dortigen Empfehlungen befolgen, dann ist es Ihnen im Grunde völlig gleich, wie das Grundöl hergestellt wurde – viel wichtiger ist die Qualität des Produkts selbst.
Zerbrechen Sie sich also nicht den Kopf über solchen Unsinn, vergessen Sie den Begriff „Hydrocracken“ und wählen Sie Ihr Motoröl nach den Freigaben und Klassifikationen aus dem Serviceheft Ihres Fahrzeugs!