Warum gibt es so viele verschiedene Autoöle?

Warum gibt es so viele verschiedene Motoröle?

In dieser Rubrik: 5 Artikel
  1. Arten von Motorölen
  2. Wie wird Motoröl hergestellt?
  3. Wozu muss ich so viel über Motoröl wissen?
  4. Warum gibt es so viele verschiedene Autoöle?
  5. Die Rolle von Grundöl und Additiven in Motorölen

Weil es unzählige Motoren mit unterschiedlichem Einsatzzweck gibt, und ebenso viele Hersteller. Jeder von ihnen hat seine eigenen Fertigungstechnologien.

Ein Motor wird zum Beispiel als leistungsstarkes Aggregat für Sportwagen entwickelt, ein anderer von den Konstrukteuren von vornherein für sparsame Stadtautos gedacht. Eine dritte Gruppe ist eher dafür ausgelegt, Anhänger zu ziehen und im Gebirge zu fahren.

Tatsächlich gibt es sehr viele Möglichkeiten, Motoren am Markt zu positionieren. Dabei legt der Fahrzeughersteller schon im Lastenheft für die Konstrukteure ganz bestimmte künftige Einsatzbedingungen für jeden Motor fest. Deren Aufgabe ist es, die Konstruktion des Motors möglichst genau auf diese vorgegebenen Bedingungen hin zu optimieren.

Daraus ergibt sich eine große Zahl von Motoren, die sich in Hubraum und Bauart unterscheiden und, was nicht unwichtig ist, in den Werkstoffen der inneren Bauteile. All diese Faktoren wiederum erfordern strengere Anforderungen an das verwendete Motoröl. Dabei sind manche Kenngrößen des Autoöls für verschiedene Motoren gegenläufig.

Jeder weiß zum Beispiel, dass mit steigender Motordrehzahl die Öltemperatur steigt. Mit steigender Öltemperatur sinkt entsprechend die Viskosität. Aber wissen Sie, dass die übliche Betriebsdrehzahl bei verschiedenen Motoren unterschiedlich ist? Fährt zum Beispiel ein Auto im selben Gang bei einer Motordrehzahl von, sagen wir, 3000 mit 110 km/h, so sind es bei einem anderen unter denselben Bedingungen 140 und bei einem dritten 160.

Es liegt auf der Hand, dass diese drei Wagen für den einwandfreien Motorlauf ein Öl mit völlig unterschiedlichen Eigenschaften brauchen.