Zu niedrige Ölviskosität
Zu niedrige Ölviskosität – droht der Kolbenfresser?
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- Zu hohe Ölviskosität
- Die Viskosität des Öls bei Betriebstemperatur
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Die genau entgegengesetzte Situation entsteht, wenn die Viskosität des Öls unter der Norm liegt. Heute stellen praktisch alle Hersteller von Motorölen sogenannte Leichtlauföle mit abgesenkter Hochtemperaturviskosität her. Gemeint ist dabei genau die Viskosität bei hohen Temperaturen und hoher Scherrate, HTHS (über 100 °C), weshalb die SAE-Viskositätsklasse dieser Öle derselbe ist wie bei gewöhnlichen. Von den gewöhnlichen unterscheiden sich diese Öle durch Qualitätsklassen und Freigaben der Autohersteller. Niedrigviskose Öle entsprechen insbesondere den Qualitätsklassen ACEA A1/B1 und ACEA A5/B5.
Das Problem ist, dass für solche Öle spezielle Motoren gebaut werden! In einem gewöhnlichen Motor, der nicht für eine so niedrige Viskosität ausgelegt ist, ist ein solches Motoröl schlicht gefährlich. Bei hohen Temperaturen und hohen Drehzahlen wird nämlich der Film, der sich an den Reibpaarungen bildet, zu dünn, wodurch die Schmierwirkung nachlässt und der Ölverbrauch durch Verbrennung deutlich steigt. Bei ungünstigem Zusammentreffen der Umstände kann der Motor sogar festfressen.
Die Viskosität des Öls niedriger zu wählen, als der Autohersteller vorgibt, ist deshalb viel gefährlicher, als sie höher zu wählen. Verwenden Sie also auf keinen Fall Motoröle der Klassen ACEA A1/B1 und ACEA A5/B5 sowie Spezialöle, auf denen nur eine einzige Freigabe eines Autoherstellers steht, wenn diese Qualitätsklassen oder Freigaben nicht in Ihrem Serviceheft oder in der Betriebsanleitung genannt sind.