Anti-Gel-Additive im Winter einsetzen

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  7. Anti-Gel-Additive im Winter einsetzen
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  12. Welche Öle und Flüssigkeiten braucht ein Elektroauto?

Anti-Gel-Additive im Kraftstoff einsetzen Mit dem Winter und der Zeit des strengen Frosts zeigen sich bei den meisten Dieselfahrzeugen Störungen, die mit Startschwierigkeiten des Motors einhergehen. Die Ursache liegt zuallererst im Dieselkraftstoff selbst: Bei sinkender Temperatur bilden sich in ihm lange Ketten von n-Paraffin, die sich in den Kraftstoffleitungen und Filtern absetzen. Dann kommt man um eine Garage zum Aufwärmen nicht herum, doch auf direktes Erwärmen der Teile der Kraftstoffanlage mit offener Flamme oder auf das Beimischen von Benzin in den Tank sollte man verzichten.

Im ersten Fall ist das für das Leben des Fahrers extrem gefährlich, im zweiten für das Auto selbst. Deshalb sollte man in der kalten Jahreszeit entweder spezielle kältebeständige Dieselkraftstoffe verwenden oder Fließverbesserer, etwa vom Typ Anti-Gel. Dabei hört man die Annahme, bei winterfestem, nicht erstarrendem Diesel seien Spezialadditive wie Diesel-Anti-Gel gar nicht so nötig.

Das ist aber kein endgültig richtiges Urteil, denn derzeit kann niemand garantieren, dass die in den Wagen gefüllte Flüssigkeit den Anforderungen an Kältebeständigkeit einwandfrei entspricht. Selbst wenn sie den angegebenen Werten entspricht, erhöhen Fließverbesserer die Beständigkeit bei Minusgraden noch weiter, ohne den Teilen der Kraftstoffförderung zu schaden.

Mit anderen Worten: Anti-Gel-Mittel sind speziell entwickelte Additive für Dieselkraftstoff, die die Bildung der n-Paraffin-Ketten zurückhalten und so den Motor selbst und die Kraftstoffversorgung vor der schädlichen Wirkung von Minustemperaturen schützen und deutlich verbessern – einen besseren Weg hat man bisher nicht gefunden. Zum Beweis betrachten wir die Lösungen, die die Kältefestigkeit verbessern und den n-Paraffin-Gehalt senken.

Bekanntlich gewinnt man Dieselkraftstoff, indem man Erdöl in einer Rektifikationskolonne erhitzt und so Benzin, Kerosin und Dieselkraftstoff voneinander trennt. Der kältebeständige Anteil des Diesels entsteht dabei bei einer Temperatur von 320 °C und fällt nur in einer Menge von einem Viertel der Gesamtmenge an. Mit anderen Worten: Winterdiesel müsste eigentlich das Eineinhalbfache von normalem Dieselkraftstoff kosten. Ein anderer Weg der Paraffinentfernung besteht darin, dem Diesel Carbamid und Zeolithe zuzusetzen, doch auch er ist extrem teuer, weshalb nach der ersten oder zweiten Methode gereinigter Kraftstoff spürbar mehr kostet als gewöhnlicher.

Was die Fließverbesserer, also das Anti-Gel, betrifft, so beruht ihre Wirkung darauf, dass sich synthetische Copolymere von Ethylen oder Methacrylsäure an die n-Paraffin-Verbindungen anlagern und deren Wachstum bei sinkender Temperatur verlangsamen. Am Ende fließt der Diesel ungehindert durch die Kraftstoffanlage, zumal Diesel-Anti-Gel deutlich billiger ist als das Ausbauen des Motors nach den herkömmlichen „Starthilfe“-Methoden oder dem Starten des Autos bei Frost.